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Wie kommunizieren Hunde - Wie nehmen Hunde Informationen auf?

Während wir Menschen munter drauf los quatschen und dem anderen in womöglich 5 Sprachen sagen können, was uns an ihm stört und was nicht, läuft das bei unseren Vierbeinern etwas anders ab.


Um sich mitzuteilen und auszutauschen, arbeiten unsere Hunde mit ihren Sinnen.

Sie nehmen dadurch ihre Umwelt wahr und können infolgedessen auch mit ihnen kommunizieren.


Wir unterscheiden dabei 5 Sinne und deren Aufgaben:





Taktil - durch Berührung

Unsere Hunde lernen schnell, wie sie sich mit einer Berührung mitteilen können und wenden diese Methode auch bei uns Menschen an. Schnell kommt mal ein leichtes Stupsen mit der Nase, wenn der Hund etwas Aufmerksamkeit möchte. Oft wird diese Art der Kommunikation aber von uns Menschen auch falsch verstanden. Während ein Hund zum Beispiel beim “begrüßen” eines Gastes sanft und vorsichtig hochspringt, weil er sich freut, kann er genauso auch kräftig und ruppig hochspringen, um den Gast Grenzen aufzuzeigen. Fakt ist, jegliche Art einer Berührung ist eine klare Kommunikation.


Akustisch - über die Ohren & Geräusche

Über Geräusche kommunizieren Hunde ja bekanntlich durch Bellen, Jaulen, Fiepen und Knurren. Alles drückt etwas aus und wir sollten dabei anfangen, die Bedeutungen kennenzulernen.


Optisch - mit den Augen

Mit den Augen arbeiten Hunde tatsächlich meistens zuerst. Was ist zu erkennen? Was kann ich an der Körperhaltung meines Gegenübers ablesen? Auch für uns Menschen ist dieser Punkt der Kommunikation einer der wichtigsten, um die Hundesprache zu verstehen.

Was machen die Augen, die Ohren, die Körperhaltung und die Rute unseres Hundes und was können wir daraus ablesen?


Die folgenden letzten beiden Sinne werden auch unter der chemischen Kommunikation zusammengefasst.


Gustatorisch - über den Geschmack

Was wir mit unserem menschlichen Verstand sehr ekelerregend finden, ist für Hunde ein wichtiges Kommunikationsmittel. Hunde kommunizieren über den Geschmack und nehmen dadurch viele Informationen auf. So hat bestimmt jeder Hundehalter bereits seinen Hund davon abgehalten, an der Pipi-Stelle eine anderen Hundes zu schlecken. Was für uns unerklärlich eklig ist, ist für den Hund eine Quelle an Informationen des anderen Hundes.

Wer einen Rüden besitzt hat womöglich auch bereits ein Zähneklappern nach dem belecken einer Pipi-Stelle wahrgenommen. Der Hund nutzt dadurch ein kleines Organ hinter seinen Vorderzähnen, wodurch er die Informationen im Urin analysieren kann, z.B. der Zyklusabschnitt der Läufigen Hündin.



Olfaktorisch - über den Geruch

Wie unglaublich die Nase unserer Vierbeiner funktioniert, ist uns mittlerweile ja schon bekannt.

Während wir Menschen gerade 5 Millionen Riechzellen besitzen, kommt der Hund mit seinen 200 Millionen Riechzellen natürlich um Welten weiter. Eine Eigenschaft, die wir Menschen bereits gut nutzen können und auch im Training nutzen sollten. Für den Hund ist die Nase natürlich ein weiteres Mittel der Kommunikation und nicht nur ein Arbeitswerkzeug. So erkennt der Hund zum Beispiel durch seine Nase auch einen Stresspegel bei uns Menschen.





Spannend an der Geschichte mit den Sinnen ist auch, dass der Hund nie mehrere Sinne gleichzeitig nutzt.

Da ein Hund immer nur so viel Energie wie nötig nutzt, nutzt er auch immer nur so viele Sinne wie nötig, um sich in seiner Umwelt sicher zu fühlen.


Hat unser Hund uns bereits mit den Augen erkannt, nutzt er nicht noch seine Nase, um uns zu identifizieren.

Gerade zu Fasching kann es aber vorkommen, dass unser Hund uns unter der Maske und hinter dem Kostüm nicht erkennt.

Setzt also die Identifizierung über den optischen Sinn aus, nutzt er im zweiten Schritt eventuell die olfaktorische Variante und versucht es über den Geruch.


Um die analoge Kommunikation der Hunde zu verstehen, müssen wir Menschen sehr aufmerksam sein und uns intensiv mit unseren Vierbeinern auseinandersetzen.

Vorallem aber sollten wir unser menschliches Denken ausschalten und offen für die Kommunikation und die Natur unserer Hunde sein.

Nur so können wir eine gute Bindung und ein ausgeglichenes Leben miteinander aufbauen.


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